Variablen verwenden

Version 493.1 von Katharina Schönefeld (Admin) am 06.12.2016
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Definieren Sie Variablen, um in Ihren Aufgaben Zufallsparameter zu nutzen. Variablen werden in ONYX für alle Aufgabentypen unterstützt und bieten insbesondere für Berechnungsaufgaben vielfältige Möglichkeiten. Durch Variablen können Aufgabenschablonen erstellt werden, welche automatisch zur Testlaufzeit unbegrenzt viele, unterschiedliche Test- und Prüfungsdurchläufe ermöglichen.

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Definition einer Variable

Klicken Sie im Tab Variablen auf den Button Neue Variable hinzufügen, um eine neue Variable zu definieren. Die neue Variable wird direkt hinzugefügt und in der Übersichtstabelle angezeigt. Unterhalb öffnet sich für die neue Variable ein Bearbeitungsfenster.

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Vergeben Sie einen eindeutigen Namen für ihre Variable. Der Variablen-Name dient als Identifier und ermöglicht Ihnen die Nutzung der Variable im Aufgabentext. Wählen Sie nun noch den Variablen-Typ. Folgende Variablen-Typen werden bereitgestellt:

  • Text
  • Ganze Zahl (Integer)
  • Gleitkommazahl (Float)

Für Variablen vom Typ Gleitkommazahl kann für die Anzeige die Anzahl der Dezimalstellen konfiguriert werden. Bitte beachten Sie, dass die Einstellung nur die Anzeige, nicht aber die Rechengenauigkeit und den Lösungsvergleich beeinflusst. Das bedeutet: Wird die Variable für die Berechnung weiterer Variablen genutzt, wird der vollständige Wert zur Berechnung verwendet. Ist die Variable als Lösung für eine Lücke (Berechnungsaufgabe) hinterlegt, wird die konfigurierte Anzahl der Dezimalstellen für die Lösungsanzeige verwendet, nicht aber für den Lösungsvergleich.

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Hinweis

 

Möchten Sie erreichen, dass der Teilnehmer Berechnungsaufgaben nur mit einer bestimmten Genauigkeit lösen muss, verwenden Sie die Einstellung zur Definition eines Toleranzbereiches im Bearbeitungsfenster der Lücke.

 

Abhängig vom gewählten Variablen-Typ stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Wert-Ermittlung bereit:

Wertebereich

Für numerische Variablen kann ein Wertebereich definiert werden. Der Variablen-Wert wird zufällig innerhalb des Wertebereiches ermittelt. Die angegebenen Grenzen werden in die Auswahl einbezogen. Für Variablen vom Typ „Ganze Zahl“ kann zusätzlich zu den Grenzen (Einstellung Minimum und Maximum) die Schrittweite (Einstellung Schritte) gewählt werden.

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Für den im dargestellten Beispiel verwendeten Wertebereich: Minimum=2, Maximum=11, Schritte=3 sind die Werte {2, 5, 8, 11} möglich.

Berechnung (MAXIMA)

Die ONYX Testsuite ist mit dem Computer-Algebra-System MAXIMA gekoppelt. Sie können Variablenwerte auf Basis anderer Variablen berechnen. Geben Sie hierfür die Berechnungsvorschrift in MAXIMA-Schreibweise an.

Mögliche Eingaben sind beispielsweise:

  • ({A}*{B})^2: Berechnet den Variablenwert auf Basis der Variablen mit dem Namen {A} und {B}.
  • sqrt({A})/(5+sqrt({B})): MAXIMA unterstützt mathematische Ausdrücke wie sqrt() für die Quadratwurzel.
  • 2*sin({A})+log({B}): Ebenso können trigonometrische Funktionen oder die Logarithmusfunktion genutzt werden.

Hinweis

 

Weitere Hinweise zur MAXIMA-Schreibweise erhalten Sie auf den Hilfeseiten zum Computer-Algebra-System MAXIMA.

Zufällige Auswahl

Für Text-Variablen kann eine Werte-Liste definiert werden, aus welcher zufällig ein Wert ausgewählt wird. Definieren Sie Ihre Werte-Liste durch Angabe der alternativen Werte. Trennen Sie die Werte durch Komma oder Zeilenumbruch.

Wenn im Auswahlwert (Typ:Text) ein Komma enthalten ist, setzen Sie dieses bitte mit einem Backslash vor dem Komma um. (Beispiel: "Die Bedingung\, dass ...")

Nutzen Sie den Typ Zufällige Auswahl auch beim Einsatz von Konstanten. Geben Sie dazu nur einen einzelnen Wert für die zu verwendende Konstante vor.

Definition einer Bedingung

Klicken Sie auf den Button Neue Bedingung hinzufügen, um eine neue Bedingung zu definieren. Die neue Bedingung wird direkt hinzugefügt und in der Übersichtstabelle angezeigt. Unterhalb öffnet sich für die Bedingung ein Bearbeitungsfenster.

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Eine Bedingung ermöglicht das Setzen eines Variablen-Wertes, abhängig von anderen Variablen-Werten. Im Beispiel soll die Variable {B} in Abhängigkeit von der Variable {A} definiert werden. Ist die Variable {A} kleiner 4, soll {B} im Wertebereich von [0,10] zufällig gewählt werden.

Bitte beachten Sie, eine Variable die innerhalb einer Bedingung verwendet wird, muss vor der Bedingung initialisiert werden. Wird der Wert einer Variablen innerhalb einer oder mehrerer Bedingungen gesetzt, ist eine Wertsetzung für die Variable selbst nicht notwendig. Wählen Sie den leeren Eintrag in der Wert-Auswahlliste. Im Beispiel wird die Variable {B}  als Variable vor der Bedingung ohne Wertsetzung angelegt. Die Wertsetzung erfolgt innerhalb der Bedingung.

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Sie können beliebig viele alternative Bedingungen (ELSE IF - Zweige) hinzufügen. In den Bedingungen können unterschiedliche Variablen gesetzt werden. Pro Bedingung kann im einfachen Modus nur eine Variable gesetzt werden. Für komplexere Regeln können Sie in den Expertenmodus wechseln. Eine detaillierte Beschreibung erhalten Sie in der Hilfe-Beschreibung zum Expertenmodus.

Expertenmodus

Die Variablen-Abbildung in den Test- und Aufgabeninhalten basiert auf dem Prinzip der Template-Declaration und dem Template-Processing der IMS QTI 2.1 Spezifikation. Das Template-Processing von IMS QTI 2.1 bietet weitaus mehr Möglichkeiten zum Setzen von Variablen, insbesondere durch die Verschachtelung logischer Ausdrücke und Bedingungen. Die im Expertenmodus eingegebene Beschreibung wird direkt in das XML der Aufgabe, als einzelner Template-Processing-Ausdruck, übernommen.

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Bitte beachten Sie, dass nach einer Änderung der eingegebenen Beschreibung im Expertenmodus, keine Möglichkeit besteht, in den einfachen Modus zurück zu wechseln.

Weitere Hinweise zur XML-Definition des Template-Processing erhalten Sie in der IMS QTI 2.1 Spezifikation. Aktuell unterstützt die ONYX Testsuite bereits ein weites Set der IMS QTI Expressions und Möglichkeiten. Bei Nutzung des Expertenmodus empfehlen wir dennoch eine genaue Prüfung zur korrekten Funktionsweise der Aufgabenvorlage.

Einfügen von Variablen in den Aufgabentext

Definierte Variablen können durch Angabe des Variablen-Namens in die Aufgabenstellung und in Antworttexte eingefügt werden. Ebenfalls ist die direkte Integration in LaTeX-Formeln möglich. Der definierte Variablenname muss in geschweiften Klammern stehen.

ONYX erkennt automatisch, ob eine Variablen-Deklaration mit entsprechendem Namen vorliegt. Wird ein Bezeichner verwendet, der nicht definiert ist, wird dieser ignoriert und als Text ausgegeben.

Im Beispiel wurden die Variablen {VAR1}, {VAR2} und {VAR3} deklariert:

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Variablen-Belegung einsehen

Bei der Erprobung Ihrer Testinhalte können Sie die Variablen-Belegung in der Vorschau jederzeit einsehen. Ebenso stehen dem Betreuer oder Bewerter diese Detailinformationen in den Ergebniseinsichten zu Verfügung. Neben der Variablen-Belegung werden Ihnen auch Informationen zu den MAXIMA-Aufgaben und möglichen Systemfehlern angezeigt.

Detaillierte Informationen finden Sie in den jeweiligen Hilfeabschnitten zur Ergebniseinsicht für den Betreuer: